Das stimmt nicht.

Die Batterien von Elektrofahrzeugen sind größtenteils recycelbar, die enthaltenen Bestandteile werden aber hauptsächlich für andere Zwecke wiederverwendet.

Da die Batterielaufzeit die Lebensdauer des Fahrzeugs deutlich überschreitet (mehr als 80 % verbleibende Batteriekapazität nach 500 000 km!), können sie zunächst als Speicherbatterien wiederverwendet werden. Es sind viele Optionen möglich. Batterien könnten dem Stromnetz einen wertvollen Dienst bei der Integration sogenannter intermittierender erneuerbarer Energiequellen (Wind und Sonne) erweisen. Sie könnten auf unterschiedliche Weise genutzt werden, beispielsweise als Pufferbatterie oder gekoppelt an Schnellladestationen, die in kurzer Zeit eine große Menge an Energie liefern müssen.

Solche Verwendungen sind bereits in Afrika im Einsatz, wo ein Start-up sogenannte Microgrids, also kleine intelligente Stromnetze für abgelegene Dörfer implementiert und ihnen so den Zugang zu Elektrizität ermöglicht.

Das irische Unternehmen EATON vermarktet Speicherbatterien, die aus zuvor in Nissan Leafs eingesetzten Batterien hergestellt wurden – xStorage Home supports the energy transition.

Für das Recycling von Batterien sieht die europäische Verordnung vor, dass der Hersteller die Batterien auf eigene Kosten sammeln, recyceln und mit einem Recyclingunternehmen zusammenarbeiten muss, dessen Verfahren 50 % Recycling garantiert.

Was die Menge der zu recycelnden Batterien betrifft, so startet der breite Einsatz von Elektrofahrzeugen erst. In 10 Jahren wird noch keine große Menge an Batterien recycelt werden müssen.

Dennoch bereiten sich die Hersteller schon auf ihre Stellung in dieser Wertschöpfungskette vor, wie etwa Renault, der der Recycling-Kooperation von Veolia und Solvay beitritt, um mit ihnen bei der Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft für Metalle aus ausgedienten Elektrofahrzeug-Batterien zusammenzuarbeiten.